Unsere Bäche fallen trocken!

Im August 2022 fallen Bäche im Entnahmegebiet des Wasserwerkes Nordheide reihenweise trocken. Klimabedingte Trockenheit, konstante Grundwasserabsenkung durch Hamburg Wasser und erhöhter Beregnungsbedarf der Landwirtschaft verschlimmern die Situation täglich.

In Bayern wird das Grundwasser knapp!

In Bayern wird das Grundwasser knapp. Bayern 2 berichtet und auch der der SWR: Podcast und der Hessische Rundfunk: Podcast

Die Landesregierung in Bayern hatte schon 2020 erkannt, dass das Thema Grundwasser mit dem Klimawandel als „Booster“ eine noch höhere Bedeutung bekommen wird. Staatsminister Thomas Glauber hat dazu im Oktober 2020 im Bayerischen Landtag eine Regierungserklärung abgegeben. Hier ein Auszug:

Ich möchte mich nicht mit Beispielen aufhalten. Ich könnte Ihnen die Briefe stapelweise vorlesen, Briefe von Bürgern in brennender Sorge. Aber jeder von Ihnen ist im Land unterwegs. Jeder weiß:
Felder trocknen aus. Wälder verdursten. Unwetter. Orkane. Jedes Jahr Hitze- und Trockenheitsrekorde.

Die Wahrheit lautet, was wir heute anderswo auf der Welt sehen, können wir morgen auch bei uns haben:
Waldbrände wie in Kalifornien. Backofenstädte wie in Asien. Hitzetote wie in Frankreich. Landschaften wie im Italo-Western.
Bewässerungsnot wie in Spanien, dem Land der Mondscheinbrunnen

Nachstehend die vollständige Regierungserklärung vom Oktober 2020 zum Download.

 

IGN im Fuhrberger Feld

Am 6. April 2022 hatten die Waldbesitzer im Fuhrberger Feld (nördlich von Hannover) zu einer Informationsveranstaltung zum Thema Grundwasserabsenkungen durch die Wasserförderung der Stadt Hannover eingeladen.
Gerhard Schierhorn hat dazu einen Impulsvortrag gehalten. Klaus Detlef Kröger war im direkten Gerspräch mit seinen Waldbesitzerkollegen und konnte seine Erfahrungen mit Hamburg Wasser einbringen.
Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Umweltminister Olaf Lies statt. Der NDR berichtete.

https://www.ndr.de/nachrichten/info/Sterbende-Baeume-Sorge-um-Grundwasser-im-Fuhrberger-Feld,ndrinfo30006.html

Den Vortrag der IGN können Sie hier downloaden: 2022_04_Klimawandel und Grundwasser_Fuhrberg

Podiumsdiskussion mit Minister Olaf Lies und weiteren Gästen

Sinkende Grundwasserspiegel in Nord- und Ostdeutschland

Infolge des Klimawandels drohen in Deutschland sinkende Grundwasserspiegel. Dies ist das Ergebnis einer Studie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Die Fachleute von BGR und KIT hatten mithilfe Künstlicher Intelligenz in verschiedenen Prognosemodellen untersucht, wie sich der Klimawandel im 21. Jahrhundert auf die Grundwasserressourcen in Deutschland auswirken wird. Dafür nutzten sie Verfahren des Maschinellen Lernens (Deep Learning), um auf Grundlage vorhandener Grundwasserdaten aus ganz Deutschland für verschiedene Standorte die Entwicklung des Grundwasserspiegels anhand unterschiedlicher Klimaszenarien, die aus dem fünften Sachstandsbericht des IPCC stammen, zu bewerten. Hier die Quellen dazu:

2022_03_09_GFA_Sinkende GW_Spiegel in Deutschland

2022_03_09_naturecommunications_declining grundwater

ARD-DOKU – Bis zum letzten Tropfen!

In der ARD-Dokumentation „Bis zum letzten Tropfen“ wird die Ausbeutung der Grundwasserreserven in Deutschland anschaulich dargestellt. Neue, satellitengestützte Daten zeigen, dass die Lüneburger Heide kontinuierlich Wasserreserven verliert. Die DOKU bestätigt unsere Befürchtungen, dass – auch unter Berücksichtigung des Klimawandels – zuviel Wasser aus der Lüneburger Heide gefördert wird.

Die DOKU kann hier in der Mediathek abgerufen werden : DOKU ansehen

Die Landeszeitung Lüneburg berichtet ganzseitig zu dem Thema:

Deutschlandfunk zum Heidewasser

Der Deutschlandfunk berichtete am 3.02.2022 um 11:35 Uhr noch einmal zum Thema Heidewasser. Im Rahmen der Sendung „Umwelt und Verbraucher“ sind Gerhard Schierhorn für die IGN und Ingo Hannemann für Hamburg Wasser zu hören. Im nachfolgenden Radiobeitrag von Minute 11:10 bis Minute 16:20.
Radiobeitrag DLF zum Heidewasser

Spendenaufruf der IGN

Spendenaufruf

Die Interessengemeinschaft Grundwasserschutz Nordheide e.V. kämpft seit 1979 für eine umweltverträgliche Grundwasserentnahme im Landkreis Harburg. Im Fokus steht einerseits der Wasserexport in die Hansestadt Hamburg, andererseits aber auch die durch den Klimawandel bedingten Verschlechterungen der Grundwassersituation im Landkreis Harburg.

Das Klageverfahren gegen die 2019 erteilte Genehmigung des Landkreises Harburg über 16,1 Mio. cbm/a für die Hamburger Wasserwerke hat die IGN mit einem Betrag von mehr als € 100.000.- unterstützt. Immerhin konnten weitergehende Forderungen der Hamburger im Verwaltungsgerichtsverfahren zunächst abgewehrt werden.

Der Kampf um das Wasser in der Nordheide geht aber weiter!
Hamburg hat Berufung angekündigt und möchte noch mehr Wasser aus der Nordheide fördern.
Die mehr als 100 Vereinsmitglieder tragen mit Ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden seit vielen Jahren dazu bei, dass die IGN  die Interessen der Land- und Forstwirte, der Teichbesitzer und kleinen Wasserversorger an einem nachhaltigen Wassermanagement im Landkreis wahrnehmen kann. Darüber hinaus gilt es, die Feuchtgebiete, Bäche und Flüsse im Landkreis Harburg vor Grundwasserabsenkungen zu schützen.

2021_12_Spendenaufruf_NHW

Helfen Sie uns mit Ihrer Spende
im Kampf um das Wasser in der Nordheide!

Konto IGN  Volksbank Nordheide  IBAN:  DE82 2406 0300 4900 9001 00

IGN-Mitgliederversammlung wählt neuen Vorstand

Am 11. Oktober fand die diesjährige Mitgliederversammlung der IGN statt.
Klaus Detlef Kröger und Gerhard Schierhorn konnten ganz aktuell aus der mündlichen Verhandlung der Klage gegen den Genehmigungsbescheid des Landkreises Harburg über 16,1 Mio. cbm/a für Hamburg Wasser berichten. Das Verwaltungsgericht Lüneburg hat den goldenen Mittelweg beschritten und sowohl die Klage der HWW nach Mehrmengen als auch die Klagen der IGN nach geringerer Wasserförderung abgewiesen.

Nach diesem Sachstandsbericht wurden die Vorstandsämter neu besetzt. Karl-Hermann Ott, der mehr als 40 Jahre die IGN geführt hat, möchte sich aus der aktiven Arbeit zurückziehen und auch Ullrich Bernstorff stand nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung.

Neuer 1. Vorsitzender der IGN ist nun Gerhard Schierhorn (Hanstedt), der bereits viele Jahre die Geschäftsführung des Vereines inne hatte. Als 2. Vorsitzende konnte Isabel Sanne aus Handeloh neu gewonnen werden. Das Vorstandsteam wird durch Klaus-Detlef Kröger (Handeloh) komplettiert.

Ein kurzer Bericht von der Mitgliederversammlung liegt bei.

Vorstandsbericht_MV_IGN_2021